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Mals im Vinschgau von A – Z

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10. August 2018 / K

K wie KARL der GROSSE

Der fränkische Kaiser Karl der Große (768-814) setzte zuerst dem Langobardenreich im Süden und später dem Herzogtum Bayern im Norden ein Ende und verleibte so auch den Vintschgau seinem Reich ein.
Die Klosterkirche St. Johann (Son Jon auf Rätoromanisch) in der Val Müstair (CH, dem Münstertale, einem Seitental des Vintschgaus) ist eine nachgewiesene Gründung Karls des Großen und zählt zum „UNESCO-Weltkulturerbe”.

10. August 2018 / K

K wie KARRNER

Karrner in Mals
10. Oktober 2008, Start eines nachgestellten Karrnerzuges in Mals

Die Karrner, im Volksmund Korrnr genannt, waren fahrende Händler, die mit einem Karren durch die Gegenden zogen und ihre Waren und/oder ihre Dienste feilboten. Meist waren es arme oder verarmte Bauern des Oberen Vintschgaus, die mit der Karrner-Tätigkeit das Überleben der Familie zu gewährleisten versuchten.
Der aus Laas im Vintschgau stammende Maler und Poet Luis Stefan Stecher hat vor einigen Jahren unter dem Titel „Korrnrliadr” eine Gedichtsammlung im Vintschger Dialekt verfasst, die das Leben dieses fahrenden Völkleins im Jahreskreislauf beschreibt. Der Musiker Ernst Thoma aus Mals hat diese Gedichte auf beeindruckende Weise vertont.

10. August 2018 / K

K wie KASERNE

Von 1953 bis 1991 war in der Kaserne „Wackernell” in Mals das Bataillon „Tirano” der 5. Gebirgsjägerbrigade „Orobica” des 4. italienischen Armeekorps stationiert.
Ursprünglich war das Bataillon „Tirano” 1887 in Mailand gegründet worden. Nach dem Sturz Mussolinis und dem folgenden Waffenstillstand Italiens mit den Alliierten Mächten vom 8. September 1943 wird das Bataillon aufgelöst, zehn Jahre später, am 10. September 1953 wieder ins Leben gerufen und in Mals stationiert. Am 27. März 1991 wird das Bataillon „Tirano” definitiv aufgelöst und die Kriegsfahne im „Vittoriano” (in Rom) deponiert.
Ein Teil der Kaserne wurde 2011 abgerissen, dort soll ein großes Schülerheim entstehen. Im noch bestehenden oberen Kasernenareal sind heute Polizei und Carabinieri untergebracht, im unteren Teil hat das „Jugendzentrum Mals” seinen Platz gefunden.

Kaserne Wackernell
Kaserne Wackernell in Mals
10. August 2018 / K

K wie KATAKOMBENSCHULE

Nach 1927 wurde von den faschistischen Machthabern jeglicher Unterricht in deutscher Sprache in Südtirol verboten, um die vollständige Italienisierung Südtirols zu beschleunigen. Alle deutschsprachigen Kinder mussten den nur mehr rein italienischen Unterricht besuchen. Aus dem Widerstand gegen dieses faschistische Diktat entwickelte sich eine geheime deutschsprachige Schule im Untergrund, in den „Katakomben”. Aber natürlich mangelte es an Lehrkräften und Unterrichtsmaterialien. Lediglich dem Einsatz des Vatikans ist es zu verdanken, dass nach 1927 zumindest der Religionsunterricht in deutscher Sprache gehalten werden durfte, wenngleich er außerhalb der staatlichen Schule stattfinden musste. Dies führte dazu, dass der Religionsunterricht von den Priestern fast ausnahmslos in den Pfarrhäusern abgehalten wurde, und dass dadurch der Klerus den rettenden Kontakt mit der Muttersprache wachhielt.

10. August 2022 / K

K wie KLEIDERKAMMER

In der Gemeinde Mals gibt es im „Alten Kindergarten” in der Schulgasse (Eingang Südseite über Terrasse) eine Kleiderkammer (wurde umbenannt in Kleiderstube) für Bedürftige, die jeden Dienstag von 14:00 bis 16:00 Uhr geöffnet ist. Gut erhaltene, saubere Kleidung und Schuhe können zu den erwähnten Öffnungszeiten dort auch abgegeben werden.

10. August 2018 / K

K wie KORNKAMMER

Vintschger Winter-Roggen in kleiner Kornkammer
Vintschger Winter-Roggen in kleiner Kornkammer

Die „Kornkammer Vinschgau”, mit Vereinssitz im Ansitz Plawenn in Plawenn, hat, laut Art. 3, zum Ziel und Zweck: die Entwicklung der Getreidekultur im Vinschgau, denn die kulturelle Auseinandersetzung mit dem Getreide bildet die Basis für eine nachhaltige und ganzheitliche Entwicklung. Sie ist eine Dachorganisation für: a) den Anbau und die Produktion, b) den Handel, c) den Konsumenten. Sie dient der ausgewogenen Abgleichung und Unterstützung der verschiedenen Interessen. Sie fördert Freigeist, Reflexionen und Visionen.

7. August 2018 / K

K wie Blauer KREIS

Ein Kulturverein in Mals und Brixen, der ausschließlich gemeinnützige Interessen ohne jegliche Gewinnabsicht verfolgt, sowie konfessionell und parteipolitisch ungebunden ist. Zweck des Vereins ist, kulturelle Tätigkeiten auszuüben und zu unterstützen, insbesondere im Bereich der Publikation und der Medien, im Bereich der kulturellen und rekreativen Veranstaltungen und in den Bereichen Organisation und Förderung von kulturellen Initiativen im weitesten Sinn. Gründungsmitglied und zurzeit auch Vorsitzender ist der Verfasser dieser Schrift, siehe auch www.der-blaue-kreis.com

10. August 2018 / K

K wie KÜNSTLERINNEN und KÜNSTLER und KULTURSCHAFFENDE

im weitesten Sinne, also Musiker/-innen, Maler/-innen, Film- und Fotokünstler/-innen, Schrifsteller/-innen (Mundart, Hochsprache, Theater, Lyrik, Prosa, usw.). Die Gemeinde Mals und ihre heutigen Fraktionen haben im Laufe der Jahrhunderte immer wieder viele Künstlerinnen und Künstler hervorgebracht. Ein großes Problem stellte sich mir aber bei der Aufzählung von Musiker/-innen, denn wir haben in jeder Musikkapelle ausgezeichnete Spieler/-innen, viele junge Leute haben schon Auszeichnungen und Preise bei verschiedenen Musikwettbewerben errungen, viele besuchen Konservatorien und Musikhochschulen… die Auswahl bleibt daher ein Dilemma. Die folgende Liste erwähnt folglich nur die mir bekanntesten in alphabetischer Reihenfolge, die gesamte Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und ich bitte inständig um Verzeihung, wenn ich jemand vergessen haben sollte:

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10. August 2018 / K

K wie KVW

= Katholischer Verband der Werktätigen. Seit seiner Gründung im Jahre 1948 macht sich der KVW für das Soziale in Südtirol stark. Der KVW lebt die Grundsätze der christlichen Soziallehre. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und der Einsatz für das Soziale in der Gesellschaft. Durch seine kapillare Struktur (Bezirke und Ortsgruppen) ist der KVW im ganzen …
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10. August 2018 / L

L wie LAATSCH

Das Dorf Laatsch, eine Fraktion von Mals, wird in fünf Ortsteile eingeteilt, die folgendermaßen heißen: Oberdorf, Preer, Wall, Mitteldorf und Flutsch. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1160, aber es gibt bereits Funde aus der älteren Steinzeit um 4.500 vor Christus, sowie eine römische Siedlung bei St. Cäsarius, die auf eine uralte Besiedlung …
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